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Er ist abgehauen, einfach so, mitten in der Nacht. Wohin weiß man nicht. Der Polzist auf der Wache schüttelt seinen Kopf und fragt mich, ob ich es wirklich ernst meine. In einem Moment der Unaufmerksamkeit dreht er sich zu seinen Kollegen und ich ertappe sie beim Schmunzeln. Jawohl, und ob ich es ernst meine Herr… Wiegand, antwortert er. Herr Wiegand, sage ich und blicke ihm eiskalt in die Augen.Wissen Sie überhaupt, was es bedeutet, wenn Menschen nicht richtig schlafen können oder im Morgengrauen vor dem Wecker aufwachen und sich unruhig im Bett hin und her wälzen? Nein, antwortet er geschwind. Er falle jeden Abend ins Bett und wenn es nach ihm ginge, müsste die Nacht ein paar Stunden mehr haben. Ich könne es ja mal mit Berufen versuchen, die ihre Tätigkeiten in die späten Abendstunde hin verlegen.
Ich
will keinen anderen Job, Herr Wiegand, sondern eine Anzeige. Ich muss ihn damit sehr verärgert haben, denn plötzlich sagt er: Na gut, dann kommen sie mal mit.Der Grund der Anzeige, bitte.
Schlafentzug, der wiederum zur Angespanntheit und Nervösität führt. Außerdem ist ein unausgeschlafener Mensch gereizter als ein ausgeschlafener und kann damit auch zur Gefährdung der Bevölkerung werden.
Alter.
Über 2000 Jahre.
Aussehen.
Weich wie eine Feder und weiß wie Schnee. Es handelt sich um eine weibliche Person, auch wenn der Artikel anderers verspricht.
Wo haben Sie den Schlaf zuletzt gesehen?
Vor acht Wochen in meinem Schlafzimmer. Da ist er mitten in der Nacht mit einem Wolfsgeheul zum Mond gestiegen.
Herr Wiegand tippt emsig, lacht manchmal und zieht dann ein Blatt Papier hervor. Lesen Sie es bitte noch mal durch und unterschreiben Sie unten rechts.
Gesagt, getan.
Ach Herr Wiegand, noch etwas, setzen Sie bitte oben folgenden Satz ganz fett dazu:
Der Schlaf ist wie ein Dieb, er ist schneller weg als man ihn kriegen kann.