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Gibt es für jede Stadt, die richtige Musik? Ich habe keinen blassen Schimmer, doch was ich weiß ist, dass mir heute an der Schönhauser Allee in Berlin Mieze von MIA ins Ohr singt und alles stimmt. Perfekt, so und nicht anders. Kein Wenn, kein Aber.

Eigentlich will ich schon lange weg sein,
Knick in der Optik, Riss in der Zeit;
im Zufall rennst du in mich rein
als hätten wir darauf gewartet.
Hab eben noch an dich gedacht, jetzt nennst du mich beim Namen
Wenn was heut nicht klappt,
das wäre doch gelacht.

Die kalte Märzluft, die aus den Mündern der Passanten kleine Wolken bilden, die letzten Nachmittagssonnenstrahlen, die charmant über mein Gesicht krabbeln, die Hast der vorbeieilenden Fahrgäste, die an heimische Zugvögel erinnert – auf dem Weg zurück in die große Stadt, die uns Menschen manchmal verschluckt und manchmal an der genau richtigen Stelle packt.

Ich bin und plötzlich fällt mir ein
es ist was ganz Besonderes, zu sein;
Ich brauche und brauch nirgendwer anders sein;
grad das scheint mir was besonderes, Besonderes
und steh ich neben mir, fällt mir ein,
auch das scheint was ganz besonderes, zu sein,
und bin ich glücklich und weiß nicht mal warum.

Die U2 rollt in den Bahnhof ein, ein Punkmädchen mit ihrem schwarzen Hund tippelt unruhig auf den schmutzigen Boden, als ob sie aufs Klo muss. Quietschende Reifen halten, ich drehe mich um, schaue dir direkt in die Augen und entdecke hinter der Iris eine Insel irgendwo im Nirwana, plötzlich ein Flackern in meinem Herzen.

Nichts läuft nach Plan doch alles läuft,
als hätte ich darauf gewettet
Nur wenn der Zufall wirklich funktioniert, dann bin ich gerettet,
Mensch, das wär’s doch, das wäre doch gelacht.