Sie setzt sich auf mein Herz, vollkommen unerwartet und ich weiß nicht, wohin mit ihr. Die schwarze Dame erscheint oft dann, wenn man am wenigsten mit ihr rechnet. Eben noch sprang ich wie ein junges Reh durch die Wohnung, sammelte die Regentropfen, die von draußen durchs Fenster kamen, säuberlich ein, um die Blumen damit zu gießen. Nun schlüpft die Melancholie durch meinen Mund, sickert in langsamen Schüben in meine Seele, verweilt dort.
Ich schaue dich an und du fragst mich was, aber ich verstehe nichts, ich bin taubstumm eingehüllt in den tiefen Mantel des Schweigens, während sich die Tränen winden, als könnten sie sich nicht entscheiden, ob sie laufen sollen oder nicht.
Der einzige Halt, so scheint mir, sind die Tasten des Rechners und die Buchstaben, die selbstständig auf und ab tanzen. Ich vergesse das Denken, gebe mich ganz der Dunkelheit hin.
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“Tanz, tanz, du süßer Schmerz, bedien dich an dem, wonach du durstest. Ich weiß, dass dich viele Menschen unterdrücken wollen, sie suchen nach einer Stopp-Taste, finden sie oft nicht und betäuben dich schließlich. Bei mir bist du aber sicher, denn ich akzeptiere dich, du gehörst genauso zu mir wie mein Atem. Du bist so ergiebig, wenn man dich versteht, eine wahre Quelle für uns sensible und kreativen Wesen. Wir schätzen dich, fühlen deinen Rhythmus und bewegen uns dazu, auch falls es sein muss bis zum Morgengrauen, wenn die ersten Sonnenstrahlen unsere schattigen Augen überstrahlen. Genau dann stehen wir mit freiem Herzen vor dir, küssen dich und sagen: Goodbye.”
