„Wer sind die anderen und wer sind wir? fragen wir uns. Wir bleiben manchmal den ganzen Nachmittag allein in unserem Zimmer, um nachzudenken… Während wir in solche schwindelerregende Gedanken vertieft sind, kommt unsere Mutter und schlägt uns vor, ein Eis essen zu gehen: Und wir fühlen uns dann unerklärlich glücklich, maßlos glücklich über das Eis, das wir gleich essen werden: Und woher, fragen wir uns, kommt bloß eine solche Glückseligkeit in uns bei der Aussicht auf ein Eis, in uns, die wir so erwachsen sind in unseren schwindelerregenden Gedanken, so sonderbar verloren in einer Welt von Schatten? Wir nehmen den Vorschlag unserer Mutter an, hüten uns aber davor, ihr zu zeigen, welch großes Vergnügen es uns bereitet: Mit versiegelten Lippen laufen wir neben ihr her zum Café.“
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[Natalia Ginzburg]
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